Über uns

Wir sind ein Zusammenschluss von Menschen aus unterschiedlichen Ländern und mit verschiedenen politischen Hintergründen. Nachdem wir uns zunächst durch lokale Bündnisarbeit in der konkreten politischen Praxis kennen gelernt hatten, fanden wir uns Ende 2014 als Gruppe zusammen. Zu Beginn führten wir vor allem intensive Diskussionen über die aktuelle gesellschaftliche Situation und die jeweiligen politischen Erfahrungen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand zudem eine Auseinandersetzung mit den gängigen Ansätzen der in der BRD lebenden radikalen / revolutionären Linken.

Wir teilen die Überzeugung, dass eine grundlegende emanzipatorische gesellschaftliche Veränderung möglich und notwendig ist und diese nur von unten, von den unterdrückten Teilen der Gesellschaft selbst, in einem kontinuierlichen, langfristigen Prozess erfolgen kann. Für die strategische Ausrichtung einer revolutionären Linken bedeutet dies, eine Praxis zu entwickeln, die emanzipatorische Inhalte und Methoden in das Alltagsleben derjenigen tragen, die von den Verhältnisses am meisten betroffen sind.
Dazu bedarf es unserer Ansicht nach eine verbindliche Organisierung von denjenigen revolutionären Kräften, die lokale Basisarbeit mit einer revolutionären Perspektive als Schwerpunkt ihrer Strategie begreifen.

In der Organisierung und strategischen Bestimmung unserer Praxis ist Internationalismus ein zentraler Bestandteil. Dementsprechend kommt ‚migrantischen‘ revolutionären Linken in der Organisierung eine zentrale Rolle zu, da sie über wichtige Erfahrungen, Kenntnisse und Verbindungen verfügen, die für den Aufbau einer internationalen Bewegung unumgänglich sind.

Die Ergebnisse unserer Diskussionen haben wir Mitte 2016 in einem Thesenpapier „Für eine grundlegende Neuausrichtung linksradikaler Politik – Kritik & Perspektiven um Organisierung und revolutionäre Praxis“ veröffentlicht. Ziel der Veröffentlichung war es, mit anderen Gruppen und Einzelpersonen in Austausch zu kommen und unsere offenen Fragen gemeinsam zu diskutieren. Denn wir sind der Überzeugung, dass die Entwicklung einer angemessenen revolutionären Strategie in Bezug auf gesellschaftliche Basisorganisierung für die aktuelle historische Phase nur aus einem verbindlichen kollektiven Suchprozess heraus entwickelt werden kann. Diesen gemeinsamen Suchprozess betrachten wir als Ausgangspunkt und Grundlage einer überregionalen Organisierung.

Wir selbst waren überrascht von der breiten Reaktion auf die Thesen und dem großen Interesse. Das hat uns gezeigt, dass wir mit unseren Fragen und unserer Suche nach einer adäquaten Strategie und Praxis nicht alleine sind, sondern viele Gruppen innerhalb und außerhalb der BRD ähnliche Fragen diskutieren. Diese Tatsache stimmt uns hoffnungsvoll.

Seit Ende 2016 haben wir zusammen mit anderen Mitstreiter*innen mit einer lokalen Praxis begonnen, die sich an unseren strategischen Überlegungen aus den Thesen orientiert und die wir „revolutionäre Stadtteilarbeit“ nennen.

Auf dieser Website möchten wir unsere eigenen Texte aber auch Analysen, Strategietexte, Praxisbeispiele und – auswertungen von anderen Kreisen veröffentlichen, die eine ähnliche Strategie verfolgen und ähnliche offenen Fragen haben. Wir freuen uns zudem immer über Austausch über Theorien & Praxen.